Kürbissuppe war gut

Die Kürbissuppe war gut – ansonsten war der Tag ein „harter Sturbock“.

Es blüht noch auf dem Hinterhof

Es blüht noch auf dem Hinterhof

 


Augen zu und durch?

Die Armut hat die Stadt in Besitz genommen. Sie zeigt sich an jeder Ecke.

Und nun? Weggucken?

Armut-Berlin

Armut-Berlin


Nichts klappt

Die Brille ist immer noch nicht fertig. Sollte ja nur 12 Tage dauern, jetzt ist Tag 20 vorbei.

Der Bote, der den neuen Monitor bringen soll, kommt eine Stunde zu spät.

Ich muss deshalb meine Verabredung absagen.

Meine Verabredung will also unsere Verabredung auf morgen verschieben, was aber nicht geht, weil ich morgen schon verabredet bin.

Und übermorgen kann meine Verabredung von heute nicht.

Die Software, die ich unbedingt brauche, wird nicht geliefert. Seit wann braucht ein gewöhnlicher Brief (keine Warensendung) 4 Tage?

Ich fülle für X. ein ellenlanges PDF-Formular am Computer aus und als ich fertig bin, lässt es sich nicht ausdrucken, kein Trick hilft.

Wird also leer ausgedruckt, per Hand ausgefüllt, ich bin fast fertig, da verschreibe ich mich an wichtiger Stelle drastisch. Also noch einmal von vorn.

E-Mail-Antworten, auf die ich warte, kommen nicht.

Was für ein mistiger Tag!

Und dann gehe ich in die Küche und da liegt im Abwaschbecken so ein dussliger Abwaschschwamm, den mir M. neulich geschenkt hat und grinst mich an. Der sieht so doof aus!

Abwaschschwamm

Abwaschschwamm

Und da muss ich doch zurückgrinsen und denke den Tag mal anders.

Heute am Vormittag habe ich eine Mail mit einer Rätsellösung bekommen, die mich laut lachen ließ.

Mittags stand ein Teller mit einem Stück Kuchen vor der Tür.

T. hat eine Mail mit einem LINK geschickt – „Wie erkläre ich es meinem Kind: Internet in der DDR“ – KLICK.

Ich habe etwa ein Drittel dessen geschafft, was ich mir vorgenommen habe, also mehr als ich von mir erwarten konnte.

Also: Alles gut!


Ein Buch aus alten Zeiten

Es scheint mir, als wäre es vorgestern gewesen, dass ich verzweifelt überlegte, wann ich die 150 Streichholzschachteln bis Weihnachten bemalen sollte, angesichts von Arbeit und tausend anderen zu erledigenden Dingen. Das war aber im vergangenen Jahr und keineswegs vorgestern. Vorgestern habe ich ein Paket Spekulatius mit Mandeln gefunden, die hatten sich erfolgreich versteckt und sind noch „gut“ – jedenfalls für die klugen Haustiere mit den langen Schwänzen. Auf der Straße gefunden habe ich ein Buch mit dem Titel „Olaf und die Uhrenmenschen“. Die Geschichte erzählt von Olaf, der immer zu spät kommt. Das Buch ist 1976 in 1. Auflage erschienen, und es hat Mitmachseiten. Auf denen dürfen die Kinder in das Buch zeichnen. Da war die DDR mal fortschrittlich. Und das Buch hat auch ein positives Ende, die Klasse von Olaf bekommt endlich eine Patenbrigade und zusammen mit der Patenbrigade (natürlich aus einem Uhrenwerk) werden die Kinder eine echte Uhr bauen. Natürlich tragen die Kinder im Buch alle Pioniertücher, jedenfalls am Pioniernachmittag.

So und jetzt ein Rätsel, das ich nicht lösen konnte:

Beruf und Produkte

Beruf und Produkte

Zweckdienliche Hinweise (per E-Mail oder als Kommentar) auf den Beruf der Eltern und die Art der gezeichneten Produkte nehme ich entgegen. Der oder die Siegerin erhält das Buch „Olaf und die Uhrenmenschen“.


Berliner Humor

Aushang in einem kleinen Bekleidungsgeschäft: „Wenn Sie Amazonkunde sind, dann gehen Sie bitte auch bei Amazon aufs Klo!“


Spruch des Tages: Du bestimmst mich nicht!

Der Abendspaziergang mit D. musste ausfallen, weil wir zuerst Dinge zu besprechen hatten, die man besser nicht während eines Spazierganges bespricht, und dann war es bereits ziemlich dunkel und außerdem hatten wir Hunger. D. hatte auch keine Zigaretten mehr, was für Raucher (ich weiß, wovon ich schreibe!) besonders dann ein Problem ist, wenn es um Tod und Leben geht. Den Tod haben wir zwar weitgehend ausgeklammert, aber das erörterte Leben ist so vertrackt, kompliziert und unvorhersehbar, dass Raucher das Gefühl haben, ohne Zigarette keine ausreichende Denkleistung erbringen zu können. Vermutlich irren sie sich da nicht.

Jedenfalls wanderten wir in der Dämmerung zum Späti, den D. sehenswert fand und mit den Worten kommentierte. Hier wäre ich täglich, wenn ich hier wohnen würde. Naja, das muss man auch erst einmal hinkriegen, eine Miniausgabe vom Kaufland auf 40 qm.

Mit den erworbenen Zigaretten machten wir uns auf zum Neu Delhi – fast wie Urlaub in Neu Delhi: Über uns donnernde Flugzeuge, neben uns Straßenlärm und Fahrradfahrer :-).

Nichts ist so gut, wie ein gutes Gespräch? Doch: Ein gutes Gespräch bei einem guten Essen, das ist noch besser!

Wir müssen uns um unsere Zukunft keine Sorgen machen. Denn es gibt da zum Beispiel H.

H. ist ein direkter Abkömmling von D. und stellte mit 3 Jahren fest: Du bestimmst mich nicht!

Inzwischen ist H. viel älter und hat jetzt schon politisches Grundwissen erworben und das nicht nur bei seinen direkten Vorfahren, wie ein Teil dieser Vorfahren (Linken-Wähler) mir glaubhaft versicherte.

Kürzlich fuhr D. mit H. (Vorschulkind) durch Neukölln.

H. entdeckte Martin Schulz auf einem Plakat und sagte: Das ist der Markus Schulz, der Feind von Angela Merkel. Und, fragte D. das Kind, wie findest Du den?

Doof, antworte H., ich finde, die Merkel macht einen ganz guten Job.  (Worüber man sich heutzutage im Kindergarten so unterhält, erstaunlich :-))

Am Abend der Bundestagswahl freute sich das Kind mit der CDU über den „Wahlsieg“ (im Gegensatz zu seinen wahlberechtigten Erziehungsberechtigten), stellte aber jetzt am Sonntag verwundert fest, dass bei dieser Wahl die anderen gewonnen haben, also die von Martin Schulz. Und das, obwohl in Niedersachsen Onkel Kurt und Tante Hilde wohnen, die ganz bestimmt Angela Merkel gewählt haben. Die Mehrheit ist dort trotzdem anders, es gibt eben unterschiedliche Interessen, erklärte D. dem Nachwuchs.

Beim Gute-Nacht-Gespräch verkündete H. nunmehr, er wolle König werden.

König wovon?

König von Deutschland, erklärte das Kind. Es wisse allerdings noch nicht so richtig, was man da für eine Ausbildung machen müsse und welche Arbeit so ein König habe.

D. erklärte, dass ein König die unterschiedlichen Interessen aller Menschen gerecht berücksichtigen müsse, so dass alle gut leben können.

DAS KRIEGE ICH HIN – sagte H.

Und willst Du dann auch eine Königin haben, fragte D.

Das Kind verneinte, eine Königin sei vorerst nicht nötig, aber eine Kutsche wichtig.

Meine Schilderung ist weder so authentisch noch so heiter, wie die Berichterstattung durch D. – aber für zwei Sätze verbürge ich mich.

Du bestimmst mich nicht! (H. mit 3 Jahren)

und:

Das kriege ich hin! (H. 1 Jahr vor seiner Einschulung über den gerechten Ausgleich von Interessen.)

König

König


Spätnachmittagsspaziergang mit Z.

Wir umrunden den Pankower Bürgerpark. Keine Madarinenten zu sehen. Aber Stockenten sind auch schön, finden wir. Und auch die Blumen und Bäume und das Licht.

Ein schöner Tag, schade, dass es jetzt schon so schnell dunkel wird.


Herbstag

Der Boden saugt die Sonne auf,
an solchen warmen Tagen
noch grünt das starke Gras,
und auch die Bäume tragen,
Blätter noch und manche Frucht,
doch wir Menschen klagen,
die Winterbilder schon vor Augen,
statt Frühlingsträume keck zu wagen.

 


Notizen in mehreren Akten – Nichts ist sicher

Prolog

Nichts ist sicher – mit einer Ausnahme: Der Tod ist uns sicher.  Dass wir irgendwann sterben, gilt als vorläufig erwiesen.  Aber genauso gilt, was der Esel der Bremer Stadtmusikanten dem mit dem sicheren Tod bedrohten Hahn einst sagte: Etwas Besseres als den Tod, findest Du überall.

 1. Akt – Datensicherheit

Vorgestern schrieb mir C. eine Nachricht auf Telegram, die Nachricht zusammengefasst  lautete:  Telegram ist sicherer als WhatsApp.

Für diejenigen Leser, die kein Smartphone besitzen: Beide Programme sind Chat-Nachrichten-Programme, mit denen man sich Nachrichten, Bilder und Dateien von Mobiltelefon zu Mobiltelefon schicken kann.

Zu WhatsApp (Markführer), das inzwischen Facebook gehört, gibt es Alternativen – Telegram ist die eine, Threema eine andere, wahrscheinlich sogar die “bessere“  Alternative, wenn es um die Sicherheit geht. Mit Sicherheit ist dabei die Sicherheit der übermittelten Daten genannt – einfach: Wer liest und guckt da mit?

Geheimdienste, Polizei, Datensammlerkraken und sonstige bösen Mächte könnten vielleicht Daten lesen, die nicht für sie bestimmt sind.

Und nein, es gibt nicht nur die 3 erwähnten Messenger, auch Skype, der Facebook Messenger, Signal und einige weitere spielen noch mit. Alle diese Dienste ermöglichen Kommunikation – auch über große Entfernungen hinweg. Besonders wichtig sind sie also für diejenigen, die weit von ihrer Heimat Kontakt nach Hause haben wollen.

Signal ist übrigens die App, mit der Edward Snowden seine Nachrichten schreibt, mir hat er allerdings noch keine geschrieben. Hi Edward – meld dich mal, ich hab auch Signal :-).

Auf meinem Smartphone finden sich also allerlei Messenger, schließlich möchte ich in Verbindung bleiben – auch mit denen, die Telegram oder Skype benutzen. Persönlich ist mir aber bei Nachrichtendiensten die Sicherheit völlig gleichgültig.

 M. schickte mir gerade ein Bild von den Zutaten für eine Kürbissuppe, die wir demnächst essen wollen, und ich schickte ihr ein Bild von einem kleinen Hasen Konstantin, der gewaschen in einer Schüssel sitzt. Falls sich irgendein Geheimdienst dafür interessiert – bitte, soll er sich an den Bildern freuen. Mitessen darf er nicht und Konstantin bleibt bei mir.

Konstantin

Konstantin

Irgendwann habe ich für mich entschieden, dass mir ein wenig Bequemlichkeit wichtig ist. Deshalb speichere ich Daten und Termine beim Datenkraken Google, und ich führe kein Adressbuch mehr. Brauche ich ein neues Mobiltelefon, werden meine Daten automatisch übertragen, und ich muss mich um nichts kümmern.  Überall auf der Welt kann ich auf meine Daten zugreifen – und wer mein Passwort kennt, der kann das auch.

Äh… Apropos Passwort. Ich habe gefühlte 150 Passwörter. Eines komplizierter als das andere. Ständig muss ich neue Passwörter kreieren und auswendig lernen. „Bitte wählen Sie ein Passwort aus mindestens 8 Zeichen. Das Passwort muss mindestens einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen enthalten. Umlaute sind nicht gestattet.“  

Das nervt.  Aber angesichts einer Liste der 10 häufigsten Passwörter der Deutschen, die nicht nur viel über die Bequemlichkeit ihrer Benutzer aussagten, sondern auch über uns deutsche Internetnutzer  überhaupt, ist es kein Wunder, dass uns die Anbieter zu mehr Achtsamkeit zwingen wollen.

Die zehn häufigsten deutschen Passwörter:

hallo
passwort
hallo123
schalke04
passwort1
qwertz
arschloch
schatz
hallo1
ficken

Im Folgenden sind die  meistgenutzten Passwörter in Deutschland (inklusive Zahlenkombinationen) basierend auf 30 Millionen Nutzerkonten, die als .de-Domain registriert sind, aufgelistet. Gefettet sind die deutschsprachigen Einträge.

123456 
123456789 
12345
hallo
1234
passwort
12345678
hallo123
schalke04
1234567
(Veröffentlicht vom Hasso-Plattner-Institut – KLICK)

Das Volk der Dichter und Denker ist bei Passwörtern offenbar eher denkfaul. Vor allem verwundert das angesichts der Aussagen, dass den Deutschen ihre Sicherheit so wichtig ist.

Es ist aber wirklich  zu unsicher, überall das gleiche Passwort zu verwenden. Wird das Portal gehackt,  wie es auch so großen Anbietern wie Yahoo passiert, dann fallen den Hackern die Passwörter in die Hände und sie können die entsprechenden gleich mal bei Amazon und PayPal ausprobieren. Das kann teuer werden.

Also: Bei Passwörtern geht Sicherheit vor Bequemlichkeit.

Wer einen Laptop mit einer eingebauten Kamera benutzt und ganz sicher sein will, dass er nicht gefilmt wird, wenn er es nicht will, sollte die Kamera zeitweise abdecken oder zukleben, sicher ist sicher. Könnte ja interessant sein, was bei Lieschen Müller zu Hause so los ist.

Dennoch, in den meisten Fällen sind Ziel von Hackerangriffen eher Systeme von Firmen oder Staaten. Krankenhäuser, Flughäfen und Atomkraftwerke werden zum Beispiel mit sogenannter Ransomsoftware angegriffen.

Dabei werden Dateien auf Computersystemen von einer Schadsoftware verschlüsselt und nur nach Zahlung eines Lösegelds (englisch: Ransom) wieder freigegeben. (Klick für Beispiel)

Was mit Hackerangriffen alles möglich ist, ist kaum vorstellbar, beinahe alle unsere Systeme werden von Computern gesteuert und ohne die und Strom sind wir inzwischen ziemlich hilflos.

Auch für „unsereins“ ist Datensicherheit im Internet ziemlich anstrengend, wenn man sie will und selbst dann ist sie relativ.

Bei den Genossen, mit denen ich die Weltrevolution machen will, gehe ich persönlich vorbei und hole sie ab. Das geheime Klingelzeichen geht so x-x-xxx-x-xxxx. Also, wenn es so klingelt, bitte öffnen.

Merke: Datensicherheit ist etwas für Profis und Freaks. Alle anderen müssen abwägen, wieviel Zeit und Kraft sie investieren wollen und können. Und: Nichts ist sicher…


Im kommenden Jahr

Im kommenden Jahr,

ist der Star der Star,

zwitschert meine Meise,

die haben keine Meise.

Ach Meise, sei leise,

der Star ist in Gefahr…

Meine Meise – sehr enttäuscht

Vogel des Jahres 2018: Der Star

Vogel des Jahres bei Wiki – mit Liste – KLICK